Zwischen der Stadt Hannover und unserer Tageseinrichtung für Kinder wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Diese beinhaltet, dass die Tageseinrichtung die Aufgabe wahrnimmt Kinder vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen. Als Einrichtung tragen wir dafür Sorge, dass jede pädagogische Fachkraft den Inhalt und die fachlichen Anforderungen des §8a SGB VIII kennt und gewichtige Anhaltspunkte und Risiken von Kindeswohl erkennen kann.

Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

Auf dieser Grundlage kann dann folgendes Verfahren zur Anwendung kommen:

Der/die Mitarbeiterin informiert unverzüglich die Leitung der Tageseinrichtung. Gemeinsam werden die wahrgenommenen Anhaltspunkte einer Einschätzung unterzogen. Kommen MitarbeiterInnen und Leitung zu dem Ergebnis, dass gewichtige Anhaltspunkte vorliegen können, wird eine in Kindeswohlgefährdungssituationen erfahrene Fachkraft hinzugezogen. In dem Verbund von Kindertageseinrichtungen freier Träger „Quantum“, dessen Mitglied unsere Einrichtung ist, gibt es zur Zeit zwei „insofern erfahrene Fachkräfte“, die wir bei Bedarf und nach ersten Gesprächen mit den Eltern ggf. hinzuziehen können. Die Fachkraft begleitet dann das weitere Verfahren. Den genauen Verfahrensablauf kann man jederzeit in der Einrichtung einsehen.

Kinder haben Rechte

Die Kallamatsch steht mit seinem Konzept hinter dem in Deutschland im Jahr 1992 in Kraft getretenem „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ – die UN-Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Seit dem ist die Konvention zum politischen Rahmen für alle Anstrengungen geworden, die Lebenssituation der Kinder zu verbessern.

Die Länder, die diese Konvention unterschrieben haben, stehen in der Pflicht, diese Rechte zu verwirklichen, und so setzt auch die Kallamatsch die Kinderrechte in seinem Alltag um.

So sind die vier Grundprinzipien prägend für den Charakter der Konvention , auf ihnen beruhen schließlich die einzelnen Kinderrechte:

  1. Das Recht auf Gleichbehandlung
  2. Das Kindeswohl hat Vorrang
  3. Das Recht auf Leben und persönliche Entwicklung
  4. Achtung vor der Meinung und dem Willen des Kindes